Ob ihr meine Meinung zu Google Street View jetzt noch lesen möchtet oder nicht, ist mir herzlich egal. So viel zu Beginn.
Kurz: Ich bin Google-Fan. Jap, trotz meiner Piratenparteimitgliedschaft. Google legt die Messlatte im Netz mindestens so hoch, wie Apple im Hardware-Geschäft. Man denke nur an GMail, Reader und die Suche. Wave fand ich übrigens auch sau geil, ihr seid einfach zu dumm, es produktiv zu nutzen.
Also, folgendes: momentan brennt ja die Debatte um Google’s Street View wieder. Man solle unbedingt sein Haus verpixeln lassen und überhaupt ist das Alles privatspährentechnisch total scheiße. Natürlich, ist ja auch neu, da ist alles erst Mal Scheiße.
Ihr wollt eure Daten nicht im Netz? Ok, bitte löscht jeden Account (ja, richtig, auch GMX, Hotmail und co) und kündigt euren Internet-Anschluss. Vor Allem, liebe älteren Mitbewohner ohne Ahnung von der Materie, tragt euch aus dem Telefonbuch aus. Das kann man nämlich auch im bösen Internet durchsuchen. Zu guter letzt: kündigt Payback, ihr habt es, das weiß ich.
Jedenfalls, auf was ich eigentlich hinauswill ist, dass es viel, viel schlimmere Projekte gibt, an denen ihr euch beteiligt. Bei Payback angefangen, beim Telefonbuch aufgehört. Alles legal und freiwillig. Ach ja, falls ihr euch verpixeln lasst: ich nehme hier dran teil (für KL und Umgebung) und werde so viele verpixelten Häuser wie möglich fotografieren. Wieso? Ihr wollt mich anzeigen? Oh, sorry, da muss ich euch enttäuschen. Öffentlicher Raum und so. Ach, das fotografieren ist erlaubt, so lange man sich auf öffentlichem Boden befindet? Ihr habt noch nie ein Street View-Auto in eurer Einfahrt gesehen? Die waren immer auf öffentlichen Straßen? Was? Dann ist das Ganze, was Google mach, ja unglaublich legal! Wie kann so was denn sein? Skandal!
Wie auch immer. Was ich damit sagen möchte: jeder, der sein Haus verpixeln lässt, ist ein BILD-Leser.


